Auf die berühmten Schiffe „Liberty“ und „Victory“, die beide während des Zweiten Weltkrieges gebaut wurden, folgte der C-3-Frachter. Die C-3-Typen waren allen anderen Standardschiffen des Zweiten Weltkrieges überlegen, denn sie waren größer, schneller und tatsächlich besser als die Schiffe der Liberty- und Victory-Klasse. In insgesamt 24 verschiedene Versionen waren die C-3-Typen unterteilt. Es gab die C-3-E, C-3-A-P&C(S) und viele Weitere. Einige C-3s wurden als Flugzeugträger gebaut, z. B. die C-3-S-A2, die so genannten „Baby-Flachdächer“. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die „Flachdächer“ jedoch wieder in Cargo-Schiffe umgebaut und an andere Länder verkauft. Viele Reedereien in Europa kauften diese Schiffe, die es ihnen ermöglichten, ihren Handel wieder aufzunehmen.

Die „Hawaiianische Pilot“, ein Frachter der C-3-Klasse, wurde 1944 in der Werft „Ingalls Shipbuilding Corporation of Pascagoula“ in Mississippi gebaut. Beim Stapellauf trug sie den Namen „Burleigh“. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges war sie als See-Kommando-Schiff im Pazifik im Einsatz. Nach Kriegsende wurde das Schiff von „The Matson Navigation Company“ aufgekauft und wieder in einen Cargo-Frachter umgerüstet. Fortan war die „Pilot“ im ständigen Einsatz zwischen Los Angeles, San Francisco und den unzähligen Häfen der Hawaiianschen Inseln.

Auf ihrem Weg zu den Inseln beförderte sie die unterschiedlichste Fracht: neue Autos, Lebensmittel, Kleidung, Baumaterialien, Vieh … einfach alles, was man brauchte, um einen hohen Lebensstandard für 500.000 Menschen in einer modernen Gesellschaft aufrecht zu erhalten. Die Matson-Frachter waren im wahrsten Sinne des Wortes schwimmende Kaufhäuser für die auf Hawaii lebende Bevölkerung. Auf dem Rückweg wurden sie mit einer Vielzahl hawaiianischer Inselprodukte beladen, u. A. mit Kaffee, Nüssen, Zucker, Ananas und Melasse. Die normale Kapazität der „Pilot“ betrug 8.000 Tonnen Rohzucker und 2.500 Tonnen Melasse.

Die Frachter der C-3-Klasse hatten eine Höchstgeschwindigkeit von 18 Knoten und eine Reisegeschwindigkeit von 16.5 Knoten. Die Frachtkapazität betrug 12.500 Tonnen und es standen moderne, geräumige Kabinen für 12 Passagiere zur Verfügung. Die Crew bestand aus dreizehn diplomierten Offizieren und 38 Seeleuten. Die „Pilot“ konnte insgesamt 23.000 Barrel Öl als Sprit bunkern. Sie verfügte über 60.000 Kubikfuß Kühlräume, in denen die Fracht bei Temperaturen von weniger als –10 Grad gelagert werden konnte. Sie war mit Radar, Funktelefon und sämtlichen modernen Navigationssystemen ausgerüstet. Es wird geschätzt, dass sie in der Zeit, in der sie im Dienst von MATSON stand, etwa eine halbe Million Meilen im Pazifik „abgerissen“ hat.

Der Bausatz ist originalverpackt, verschlossen und somit komplett, wie vom Hersteller ausgeliefert.

Der Bausatz ist kaum noch erhältlich und wird aktuell auf E-Bay zwischen US$59.– und US$190.– (exkl. Versandkosten!) gehandelt.